Die Ortskronik von Lindstedterhorst

gesammelte Informationen von lhmaus


I
n Lindstedt saß früher das Geschlecht derer von Lindstedt. Die Lindstedts sind ein Familienzweig derer von Santersleben.
Diese wurden erstmals im Jahre 1329 in einer Urkunde des Klosters Neuendorf als Besitzer dieses Dorfes erwähnt. Ohne Zweifel hat das Geschlecht seinen Namen von diesem Dorf angenommen und seit Anfang des 14.Jahrhunderts auf der Burg Lindstedt gelebt, die hier den Übergang der alten Heerstraße Neuhaldensleben-Bismark über das breite sumpfige Tal des Secantsgraben deckte.

Später sollen die Geschlechte auf fünf verschiedene Edelhöfe in diesem Dorf gewohnt haben. Außer Lindstedt besaßen die Herren von Lindstedt das Dorf Lindstedterhorst und die wüste Feldmark Luthäne. Auch in Holzhausen, Siedenwulsch, Möllenbeck, Kassieck und Volgfelde für diese hatten Sie Besitz und Rechte.


In Lindstedterhorst ist Johann Klusemann zur Reformation übergetreten.
Doch wäre auch möglich, dass die von Lindstedt (wie andere altmärkische Edle schon früher) bereits 1538 einen evangelischen Prädikanten angestellt hätten.
Chr. Schultze der Gardelegener Chronist, war kurze Zeit, bevor er nach Gardelegen berufen wurde, in Lindstedt Pastor.

Die von Lindstedt sind 1804 ausgestorben und der Besitz des Gutes ist nebst dem Patronat auf die von Rinow, Nachkommen der Schwester der letzten von Lindstedt übergegangen, kürzlich auch von diesem veräussert.



Ein Kirchdorf von 208 Einwohnern des Bereiches Lindstedt, 14 1/2 km nordöstlich von Gardelegen.
In der Klageschrift und Schadenrechnung des Kurfürsten Friedrich 1. von 1420 ist der Ort nur "horst" genannt worden. Doch macht es der ganze Zusammenhang unzweifelhaft, dass Lindstedterhorst gemeint ist.

Dass es indessen damals schon nicht etwa ein Vorwerk der von Lindstedt war, geht daraus hervor, dass unter den Beschädigten der Schulze des Ortes genannt wird. Vermutlich ist unser Dorf von Lindstedt aus auf einen festen Stück Landes (Horst) im Moor gegründet.
Tatsächlich ist das freilich bei sehr vielen wenn nicht den meisten Dörfern des noch Kreises so, aber nur bei einigen jüngern weist der Name mit der Endung "horst" noch ausdrücklich darauf hin. In den Lehnsbriefen der von Lindstedt von 1493 und 1506 ist der Ort als im Besitz dieser Familie bezeichnet.

Nach den Visitationsrecessen von 1540 hat auch die Vicarei Mariä Magdalenä in der St.Marienkirche zu Stendal 17 1/2 gr. jährliches Einkommen in der Lindstedesche Horst, welches 1551 "abgelegt" ist durch Rückzahlung des Kapitals oder durch Ablösung.

Wie die umliegenden Dörfer betrieb Lindstedterhorst erfolgreich Hopfenanbau auf dem moorigen Boden.


Quelle: Gardelegener Stadtarchiv




 







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Mitglied Diskussion
STEPHAn
Geschrieben am: 30.09.2009 13:55  Aktualisiert: 30.09.2009 13:55
Dipl.-Agr. Ingenieur
Mitglied seit: 20.04.2009
aus: Lindstedterhorst
Beiträge: 5
 Historie
1882 hat Lindstedterhorst 850 Zentner Hopfen abgeliefert und stand somit an zweiter Stelle mit Kassiek hinter Kalbe/M. Dietrichs und Parisius: "Bilder aus der Altmark" Band 2, Seite 136 **)

Mitglied Diskussion
admin
Geschrieben am: 30.08.2010 16:19  Aktualisiert: 30.08.2010 16:19
Webmaster
Mitglied seit: 14.04.2009
aus: Berlin
Beiträge: 289
 Hilfe LHmaus
Hey Flori.

Helfe mir mal ich komme mit dem Satz nicht klar.

Zitat:
Lindstedterhorst, genannte Johann Klusemann zur Reformation übergetreten


ist da was vom Satzbau falsch?

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lhmaus
Geschrieben am: 30.08.2010 16:34  Aktualisiert: 30.08.2010 16:34
Inoffizieller Mitarbeiter
Mitglied seit: 02.06.2009
aus: LH
Beiträge: 1085
 Man das wird noch ein schweres Stück was wir meistern müssen.
Zitat:
In Lindstedterhorst ist Johann Klusemann zur Reformation übergetreten.


Hmmmmmmmmmm irgenwie noch nicht richtig, stimmts.
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